Edamame
Edamame sind junge, noch grün geerntete Sojabohnen. Unter ihrer leicht pelzigen Hülle verbergen sich zarte, knackige Bohnen mit einem milden, leicht süßlich-nussigen Geschmack.
Seit vielen Jahrhunderten sind Edamame ein fester Bestandteil der traditionellen chinesischen und japanischen Küche. Ihr Name lässt sich sinngemäß mit „Bohne am Stiel“ übersetzen. Mittlerweile erfreuen sich die grünen Hülsenfrüchte auch hierzulande wachsender Beliebtheit – und werden zunehmend auf deutschen Feldern angebaut.
Waschen, garen, auszuzeln – die optimale Zubereitung
Frische Edamame sollten vor der Zubereitung gründlich unter fließendem kaltem Wasser gewaschen werden. Die leicht pelzigen Hülsen werden im Ganzen gegart und müssen weder geschält noch aufgeschnitten werden. Dazu die Edamame in kochendes Salzwasser geben und je nach Größe etwa fünf bis acht Minuten bissfest garen. Anschließend abgießen und kurz ausdampfen lassen.
Gegessen werden ausschließlich die grünen Bohnen im Inneren. Dafür die Hülse mit den Fingern leicht zusammendrücken oder zwischen die Zähne nehmen und die Bohnen herausgleiten lassen. Die feste, faserige Hülse ist nicht zum Verzehr geeignet. Tipp: Wer Edamame für Salate, Bowls oder warme Gerichte verwenden möchte, löst die Bohnen nach dem Garen vollständig aus den Hülsen.
Ob als Snack, im Salat oder aus der Pfanne: Edamame machen immer eine gute Figur
Edamame besitzen einen milden, leicht süßlich-nussigen Geschmack und lassen sich vielseitig in der heimischen Küche einsetzen. Der Klassiker ist denkbar einfach: Die gegarten Hülsen mit grobem Meersalz bestreuen und die Bohnen direkt herauszuzeln. Nach Belieben sorgen Chiliflocken, Sesam oder ein Spritzer Zitronensaft für zusätzliche Würze.
Doch die grüne Sojabohne kann noch mehr. Ausgelöste Edamame passen hervorragend zu Reisgerichten, Gemüsepfannen, Suppen und bunten Bowls. Für einen schnellen Edamame-Salat die gegarten Bohnen mit Gurke, Radieschen und Frühlingszwiebeln vermengen. Anschließend ein Dressing aus Sesamöl, Reisessig und etwas Sojasoße darübergeben und mit geröstetem Sesam verfeinern. Auch zu einem cremigen Dip lassen sich Edamame verarbeiten. Dazu die ausgelösten Bohnen mit Zitronensaft, Knoblauch und etwas Öl fein pürieren.
Knackig-frisch kaufen, kühl lagern
Beim Einkauf deuten pralle, geschlossene Hülsen und eine kräftig grüne Farbe auf frische Edamame hin. Die Hülsen sollten sich fest anfühlen und keine gelben, braunen oder trockenen Stellen aufweisen. Da frische Edamame nach der Ernte schnell an Qualität verlieren, sollten sie möglichst zeitnah zubereitet werden. Im Gemüsefach des Kühlschranks bleiben die ungewaschenen Hülsen etwa zwei bis drei Tage frisch. Am besten werden sie in einem luftdurchlässigen Beutel oder in ein leicht feuchtes Tuch eingeschlagen gelagert.
Schon gewusst?
- Der Name Edamame bedeutet sinngemäß „Bohne am Stiel“. In der traditionellen chinesischen und japanischen Küche sind die grünen Sojabohnen bereits seit vielen Jahrhunderten verbreitet.
- Edamame werden unreif geerntet. Dadurch bleiben die Bohnen grün, zart und leicht süßlich im Geschmack.
- In Deutschland werden Edamame unter anderem in der Pfalz angebaut. Die Pflanzen benötigen warme Temperaturen und erreichen eine Höhe von bis zu etwa einem Meter.
Saison
Hauptsaison: August bis September
Nebensaison: Oktober
Je nach Witterung und Anbaugebiet beginnt die Ernte frischer Edamame in Deutschland etwa Mitte August und kann bis Anfang Oktober andauern.