Jetzt ist wieder „gut Kirschen essen“!

Saftig, aromatisch und vielseitig

 

Wenn die ersten heimischen Kirschen in den Obstregalen zu finden sind, hat der Sommer begonnen. Mit ihrer kräftigen Farbe, ihrem saftigen Fruchtfleisch und ihrem unverwechselbaren Aroma gehören Kirschen zu den beliebtesten Saisonfrüchten.

Dabei ist Kirsche nicht gleich Kirsche: Süßkirschen überzeugen mit ihrem milden, fruchtig-süßen Geschmack und eignen sich besonders gut für den direkten Genuss. Sauerkirschen bringen dagegen eine feine Säure mit und entfalten ihr volles Aroma vor allem beim Backen, Einkochen und Verarbeiten.

 

Frisch aus heimischem Anbau

Die Kirschensaison ist vergleichsweise kurz. Je nach Sorte, Anbauregion und Witterung beginnt die Ernte im Frühsommer und reicht bis in die Sommermonate hinein.

Gerade diese begrenzte Verfügbarkeit macht heimische Kirschen zu etwas Besonderem. Frisch geerntet gelangen sie auf kurzen Wegen in den Handel und sorgen für saisonale Abwechslung auf dem Speiseplan.

Da Kirschen nach der Ernte nicht nachreifen, werden sie erst gepflückt, wenn sie ihr volles Aroma entwickelt haben. Beim Einkauf lohnt es sich deshalb, auf reife, unbeschädigte Früchte zu achten.

Von fruchtig-süß bis angenehm säuerlich

Kirschen lassen sich auf vielfältige Weise genießen. Während Süßkirschen meist direkt aus der Hand gegessen werden, eignen sich Sauerkirschen besonders gut für die Verarbeitung.

Typische Verwendungsmöglichkeiten:

Süßkirschen bringen eine natürliche Süße in leichte Sommergerichte. Sauerkirschen setzen mit ihrem intensiveren Aroma spannende Kontraste – beispielsweise in Kombination mit Schokolade, cremigen Desserts oder kräftigen Speisen.

Beliebtes Sommerobst aus Deutschland

Kirschen haben im deutschen Obstanbau eine lange Tradition. Angebaut werden sie vor allem in Regionen mit günstigen klimatischen Bedingungen und geschützten Lagen.

Die empfindlichen Früchte stellen hohe Anforderungen an Anbau und Ernte. Sie werden vorsichtig und in der Regel mitsamt Stiel gepflückt, damit sie möglichst lange frisch bleiben. Für Verbraucherinnen und Verbraucher bedeutet die heimische Saison daher: aromatische Früchte, die nur kurze Transportwege zurücklegen müssen.

Wer beim Einkauf auf die Herkunft achtet, kann Kirschen gezielt dann genießen, wenn sie in Deutschland geerntet werden.

Kleine Früchte mit wertvollen Inhaltsstoffen

Kirschen überzeugen nicht nur geschmacklich. Sie bestehen zu einem großen Teil aus Wasser und liefern verschiedene Vitamine und Mineralstoffe. Darunter Vitamin C, Folsäure, Kalium und Magnesium sowie sekundäre Pflanzen- und Ballaststoffe.

Die kräftige rote bis dunkelrote Färbung vieler Sorten entsteht durch natürliche Pflanzenfarbstoffe. Zusammen mit ihrem fruchtigen Geschmack machen die Inhaltsstoffe Kirschen zu einer abwechslungsreichen Ergänzung einer ausgewogenen Ernährung.

Einkauf und Lagerung

Frische Kirschen sind prall, glänzend und frei von Druckstellen. Ein grüner, festsitzender Stiel ist ebenfalls ein gutes Zeichen, denn er schützt die Frucht vor dem Austrocknen und vor dem Eindringen von Keimen.

Beim Einkauf gilt:

Zu Hause sollten Kirschen ungewaschen im Kühlschrank aufbewahrt und möglichst innerhalb weniger Tage verzehrt werden. In einem flachen Gefäß liegen die empfindlichen Früchte locker und werden nicht durch ihr eigenes Gewicht beschädigt.

Gewaschen werden Kirschen am besten erst unmittelbar vor dem Verzehr. So bleiben sie länger frisch und aromatisch.

Zubereitung: Das ist zu beachten

Vor dem Verzehr werden Kirschen vorsichtig unter fließendem Wasser gewaschen. Der Stiel sollte erst anschließend entfernt werden, damit möglichst wenig Wasser in die Frucht gelangt.

Für Kuchen, Desserts oder Konfitüren müssen die Früchte meist entsteint werden. Am einfachsten gelingt das mit einem Kirschentsteiner. Alternativ können die Kirschen halbiert und die Steine mit einem kleinen Messer entfernt werden.

 

Tipp:

Auf diese Weise lässt sich der Geschmack der kurzen Kirschensaison auch über den Sommer hinaus bewahren.