Pressemitteilung 21. April 2026

Erlaucht genießen! Lauch ist ein Multitalent für jede Jahreszeit

Regional angebaut, aromatisch gereift und kulinarisch vielseitig einsetzbar

Berlin, 21. April 2026. Lauch wird nicht selten unterschätzt – und das völlig zu Unrecht. Viel zu oft landet er gedanklich im Suppentopf und bleibt dort. Dabei kann das heimische Gemüse deutlich mehr. Denn Porree, wie er auch genannt wird, ist kein reines Wintergemüse, sondern ein echtes Ganzjahrestalent. Während Winterlauch mit kräftigem Aroma punktet, bringt Sommerlauch eine feine, milde Frische auf den Teller – und trifft damit genau den Nerv aktueller Ernährungstrends.

Dass Lauch hierzulande fest verwurzelt ist, zeigen auch die Zahlen: Mehr als 1.090 Betriebe bauen ihn in Deutschland auf rund 2.500 Hektar an. Über 100.000 Tonnen werden jährlich geerntet, rund 80 Prozent des Bedarfs stammen aus heimischer Produktion. Im Schnitt kommt jeder Verbraucher auf etwa 1,25 Kilogramm pro Jahr. Lauch ist damit kein Nischenprodukt, sondern fester Bestandteil des Speiseplans*.

(*Quelle: Destatis)

Zart im Geschmack, stark in der Küche

Lange Zeit waren die Rollen klar verteilt: Lauch gehörte ins Suppengrün – und sonst nirgendwo hin. Doch dieses Bild ist überholt. Heute zeigt sich das Gemüse vielseitiger denn je. Während Winterlauch Würze besonders für herzhafte Eintöpfe, Aufläufe oder Schmorgerichte liefert, bringt Sommerlauch durch seine zarte Textur und milde Aromatik Leichtigkeit in die Küche.

Gerade die milden Stangen eignen sich hervorragend für schnelle, unkomplizierte Gerichte. Roh geschnitten geben sie Salaten Struktur, kurz angebraten entwickeln sie eine feine Süße, und im Ofen gegart werden sie zur aromatischen Beilage. Wer Lauch nur mitkocht, verschenkt sein Potenzial.

Heimisch, robust, unterschätzt

Lauch ist kein Trendgemüse aus Übersee, sondern ein Klassiker mit Geschichte. Schon seit der Karolingerzeit wird er in Europa angebaut und gehört bis heute zu den wichtigsten Freilandgemüsen. Besonders Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Niedersachsen prägen den Anbau und stehen für rund 70 Prozent der deutschen Produktion.

Seine Stärke: Lauch wächst nahezu das ganze Jahr über. Diesen Umstand verdankt das Gemüse unterschiedlichen Anbau- und Erntezeiten. Sommerlauch wird früher geerntet und zeichnet sich durch eine schlankere Form sowie hellere Blätter aus. Winterlauch hingegen wächst langsamer, entwickelt dickere Schäfte, hat dunklere, blaugrüne Blätter und ist deutlich robuster – selbst Frost kann ihm wenig anhaben. Genau diese saisonalen Unterschiede machen ihn so vielseitig einsetzbar.

Gute Qualität ist kein Zufall

Wer beim Einkauf genau hinsieht, wird belohnt. Frischer Lauch hat feste, saftige Stangen, kräftige grüne Blätter und keine Risse oder gelblichen Stellen. Ein hoher Weißanteil gilt als Qualitätsmerkmal – er steht für Zartheit und feines Aroma.

Auch bei Lagerung und Vorbereitung lässt sich mit wenig Aufwand viel herausholen. Im Gemüsefach des Kühlschranks bleibt Lauch, in Papier eingeschlagen, bis zu zwei Wochen frisch. Wichtig ist, ihn getrennt von empfindlichen Lebensmitteln aufzubewahren, da sein intensiver Geruch leicht auf andere Lebensmittel übertragen wird.

Vor der Zubereitung lohnt sich ein genauer Blick: Zwischen den Schichten versteckt sich oft Erde. Deshalb den Schaft längs einschneiden, auffächern und gründlich unter fließendem Wasser reinigen. So bleibt nur das, was wirklich auf den Teller gehört.

Leicht, nährstoffreich, zeitgemäß

Auch ernährungsphysiologisch spielt Lauch in der ersten Liga. Er liefert Vitamin C und K, Folsäure sowie Mineralstoffe wie Kalium, Kalzium und Magnesium. Gleichzeitig enthält er Ballaststoffe wie Inulin, die sich positiv auf die Verdauung auswirken können.

In Zeiten, in denen viele Menschen ihre Ernährung bewusster und pflanzenbasierter gestalten, passt Lauch damit perfekt ins Bild. Er ist kalorienarm, vielseitig und lässt sich ohne großen Aufwand in den Alltag integrieren.

Ein Gemüse, viele Möglichkeiten

In der Küche zeigt Lauch, was in ihm steckt. Er funktioniert als Basis für Suppen und Saucen, macht aber genauso als eigenständige Zutat eine gute Figur. Gedünstet begleitet er Fisch und Fleisch, im Ofen geröstet entwickelt er Tiefe, und auf dem Grill überrascht er mit intensiven Röstaromen.

Ein einfacher Trick mit großer Wirkung: Lauch nicht zu lange garen. So bleiben sowohl Geschmack als auch Nährstoffe erhalten. Dank seiner stabilen Struktur eignet er sich zudem hervorragend zum Füllen oder als Hülle für kreative Gerichte – von Gemüserouladen bis zu modernen Wraps.

Rezept-Tipp: Lauch mit Jakobsmuscheln und Panko-Crunch

Ein elegantes Frühlingsgericht mit wenig Aufwand und viel Geschmack.

Vegetarisch / leicht / Zubereitungszeit: etwa 30 Min.

Zubereitung:

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