Tomatenliebe auf den ersten Biss
Von Cherry bis Ochsenherz: So schmeckt heimische Vielfalt
Rot kann jeder? Von wegen! Tomaten leuchten tiefrot, sonnengelb, orange oder sogar grün gestreift. Mal sind sie kaum größer als eine Johannisbeere, mal bringen sie echtes Schwergewicht auf die Waage. Und auch geschmacklich ist ordentlich Abwechslung geboten.
Das Beste: Tomaten können fast alles. Man kann sie direkt aus der Hand naschen, in den Salat schnippeln, zu Sauce oder Suppe verkochen, füllen, gratinieren oder auf den Grill legen. Und kommen sie aus heimischem Anbau, punkten sie zusätzlich mit kurzen Wegen vom Gewächshaus in den Handel.
Welche Tomate passt zu mir?
- Cherry- und Cocktailtomaten
Klein, knackig und häufig angenehm süß – perfekt zum Snacken, für Salate, Bowls und Antipasti. - Strauch- und Rispentomaten
Saftig, aromatisch und echte Allrounder. Sie machen sich im klassischen Tomatensalat genauso gut wie in einer schnellen Pasta. - Roma-, Eier- und Pflaumentomaten
Länglich, fest und mit vergleichsweise wenig Saft. Damit sind sie wie gemacht für Saucen, Suppen, Ofengerichte oder zum Einkochen. - Fleischtomaten
Groß, saftig und besonders fleischig. Ideal zum Füllen oder in dicken Scheiben auf Burgern und Sandwiches. - Ochsenherztomaten
Ihre gerippte Herzform ist unverwechselbar. Das weiche, fleischige Innere schmeckt schon mit etwas Olivenöl, Salz und Basilikum großartig.
Und grün heißt nicht automatisch unreif: Manche Tomatensorten bleiben auch bei voller Reife grün oder grün gestreift.
Augen auf beim Tomatenkauf
Eine gute Tomate ist prall und unversehrt. Bei Rispentomaten verrät auch die Rispe einiges über die Frische: Sie sollte frisch aussehen und aromatisch duften.
Noch wichtiger für den Geschmack ist der Reifegrad. Zwar reifen Tomaten nach der Ernte weiter und entwickeln dabei Farbe – ihr volles Aroma entsteht aber am besten direkt an der Pflanze.
Genau hier spielen Tomaten aus deutschem Anbau ihren Heimvorteil aus: Kurze Transportwege können dazu beitragen, dass die Früchte länger an der Pflanze bleiben und dort Aroma entwickeln können.
Moderne Technik im Tomatenanbau
Auch beim Anbau ist längst nicht mehr alles Handarbeit. Sensoren können beispielsweise Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Wasserbedarf erfassen. Dadurch lassen sich Bewässerung und Nährstoffversorgung möglichst gezielt an den Bedarf der Pflanzen anpassen.
Viele Betriebe arbeiten außerdem mit geschlossenen Wasserkreisläufen und setzen bei der Schädlingskontrolle auf biologische Verfahren – zum Beispiel auf den gezielten Einsatz von Nützlingen.
Kühlschrank? Lieber nicht!
Tomaten und Kühlschrank werden keine besten Freunde. Denn bei niedrigen Temperaturen können die Früchte an Aroma verlieren.
Besser aufgehoben sind Tomaten luftig und schattig bei etwa 12 bis 15 Grad Celsius. Unter geeigneten Bedingungen bleiben sie so mehrere Tage frisch, mitunter auch deutlich länger.
Und noch ein kleiner Nachbarschaftstipp: Tomaten geben das Reifegas Ethylen ab. Empfindliches Obst und Gemüse deshalb besser mit etwas Abstand lagern.
An die Tomaten, fertig, los!
Klein oder groß, süß oder würzig, rot, gelb oder grün: Bei Tomaten gibt es jede Menge zu entdecken.
Ob direkt auf die Hand, im Salat, als Sauce oder frisch aus dem Ofen – heimische Tomaten bringen Farbe, Aroma und Abwechslung in die Küche. Also: Augen auf beim Einkauf und einfach mal durch die Vielfalt probieren.
Einsatz von Nützlinen / Foto: BVEO
Wir beginnen mit der Reifeprüfung...