Pressemitteilung 20. Oktober 2025

Harte Schale, weicher Kern – die neue Lust auf Kürbis

Alles über den neuen Liebling der Herbstküche – von Hokkaido bis Muskat

Berlin, 13. Oktober 2025. Kürbisse gehören zum Herbst wie buntes Laub und kühle Abende. Ob Hokkaido, Butternut oder Muskatkürbis – die Sortenvielfalt ist beeindruckend. Ihr Aromenspektrum reicht von nussig über süßlich bis würzig. In der Küche beweisen sie sich längst als wahre Allrounder: gekocht, gebacken, gegrillt oder roh – Kürbis passt in fast jedes Gericht. Hokkaido verleiht Suppen Tiefe, Spaghettikürbis ersetzt Pasta, Muskatkürbis bringt Würze ins Risotto. Selbst in Kuchen, Marmelade, im angesagten Pumpkin Spice Latte oder als zarte Rohkost findet das herbstliche Traditionsgemüse seinen Platz.

Regional, saisonal, beliebt wie nie

Die Zeiten, in denen Kürbisse vor allem ausgehöhlt und mit einer Kerze bestückt vor die Haustür gestellt wurden, sind vorbei. Heute ist der Kürbis als ernstzunehmendes Multitalent in den deutschen Küchen angekommen – robust, wandelbar und immer ein wenig verspielt. Denn was einst als saisonale Erscheinung galt, ist inzwischen ein kulinarischer „Langstreckenläufer“. Der Pro-Kopf-Verbrauch von Kürbissen in Deutschland ist seit 2019 um beachtliche 10 % gestiegen und liegt inzwischen bei rund einem Kilogramm pro Jahr.* Die Entwicklung vom Halloween-Accessoire zum kulinarischen Lifestyle-Produkt zeigt sich auch in der Landwirtschaft: Fast 90 %* der hierzulande verzehrten Kürbisse stammen aus heimischem Anbau. Die größten Anbaugebiete liegen in Rheinland-Pfalz (25.000 Tonnen), Nordrhein-Westfalen (21.000 Tonnen), Bayern (18.000 Tonnen) und Baden-Württemberg (12.000 Tonnen).*

(*Quelle: AMI; Destatis)

 

Kürbis ist nicht gleich Kürbis

Ob klein oder groß, rund, länglich, knubbelig oder glatt – Kürbisse sind optisch ebenso vielfältig, wie ihre Namen klingen. Und um gleich mit einem der größten Irrtümer aufzuräumen: Botanisch gesehen sind Kürbisse Früchte. Genau wie Zucchini, Tomaten oder Gurken gehören sie zur Familie der Beerengewächse. Und ebenso wie diese, werden sie in der Küche meist herzhaft zubereitet und deshalb – fälschlicherweise(!) – dem „Gemüse“ zugeordnet. Kürbisse gibt es in zahllosen Farben, Formen und Geschmacksrichtungen: orange und maronenartig, gelb und buttrig, grün und muskatig, rund, birnenförmig oder bemützt. Manche schmecken fast süß, andere herzhaft – aber alle bringen Farbe, Vielfalt und herbstliche Stimmung auf den Teller.

 

 

 

 

Wer ist Wer im Kürbisreich?

 Wer Kürbis kauft, hat die Wahl zwischen Klassikern wie Hokkaido und spannenden Exoten wie Spaghettikürbis oder Jarrahdale. Rund 20 Sorten zählen zu den bekanntesten – jede mit ihrem eigenen Charakter und typischen Einsatzgebiet.

Hokkaido – Klein, orange und unkompliziert: der unangefochtene Star der Herbstküche. Sein nussiges Aroma und die essbare Schale machen ihn zum beliebtesten Speisekürbis Deutschlands. Ideal für Suppen, Aufläufe und Ofengerichte.

Butternut (Butternusskürbis) – Birnenförmig mit hellem, zartem Fruchtfleisch und einem mild-buttrigen Geschmack. Perfekt zum Backen, Pürieren oder als Basis für Babybrei.

Muskatkürbis (Muscade de Provence) – Tief gerippt, dunkelgrün bis braun und ursprünglich aus der Provence, ist er aromatisch-würzig im Geschmack und lange lagerfähig. In Frankreich ein Klassiker für Suppen und Tartes.

Spaghettikürbis – Er ist oval, hellgelb und wartet mit einem besonderen Trick im Inneren auf. Denn gegart zerfällt sein Fleisch in spaghettiähnliche Fasern. Eine kalorienarme Alternative zu Pasta.

Patisson (Ufo-Kürbis) – Tellerförmig und dekorativ. Sieht aus wie ein Ufo, schmeckt aber irdisch mild. Besonders gut zum Füllen oder Einlegen geeignet.

Bischofsmütze (Turban-Kürbis) – Ein farbenfroher Blickfang mit turbanartiger Form und orange-grünem Muster. Süßlich-fruchtig im Aroma – perfekt für Ofengerichte oder zum Füllen.

Delica (Kabocha-Typ) – Dunkelgrün mit festem und intensiv süßem Fruchtfleisch ist er vor allem in der asiatischen Küche äußerst beliebt. In Japan macht man Tempura daraus – knusprig, goldbraun, unwiderstehlich.

Baby Bear – Klein, orange und kompakt. Sein süßlich-mildes Aroma macht ihn zum perfekten Kürbis für Muffins, Kürbisbrot oder kleine Suppenportionen.

 

Blue Hubbard – Riesig, graublau und erstaunlich charmant. Lässt sich monatelang lagern und schmeckt kräftig-würzig.

Sweet Dumpling – Handlich klein, hübsch gestreift und mit Fruchtfleisch, das im Geschmack an Kastanie erinnert. Er ist süß, aromatisch und ideal zum Backen oder Füllen geeignet.

Festival – Bunt gestreift ähnelt er dem Sweet Dumpling. Er besitzt ein zartes Fruchtfleisch und ist ebenso dekorativ auf dem Teller wie auf dem Tisch.

Crown Prince – Der Aristokrat unter den Kürbissen: graugrün, aromatisch und lange lagerfähig. Sein festes, orangefarbenes Fruchtfleisch eignet sich hervorragend für Pürees und Currys.

Red Kuri – Ein Verwandter des Hokkaido, mit kräftig orangefarbener Schale und intensivem Aroma. Eine Premium-Variante für Suppen und Risotto.

Tromboncino – Lang, gebogen und hellgrün. Jung wie Zucchini, ausgewachsen als Kürbis nutzbar – zart und dezent im Geschmack.

Atlantic Giant – Der Riese unter den Kürbissen. Nicht selten bringt er über 200 Kilo auf die Waage und ist damit eher zum Staunen als zum Kochen geeignet.

Buttercup – Kompakt, dunkelgrün, süß und cremig. Der Name ist Programm – ideal zum Backen, Braten, für Aufläufe oder Desserts.

Acorn (Eichelkürbis) – Kleine, gerippte Früchte in Dunkelgrün oder Orange. Eichelförmig und nussig im Geschmack macht sich der Kürbis gut im Ofen, gefüllt mit allem, was schmeckt

Long Island Cheese – Flachrund, beige und mit cremigem Fleisch. In den USA ist er der Standard für Pumpkin Pie – weich, süß und verführerisch.

Jarrahdale – Ein Exot mit australischer Abstammung und graublauer Schale. Sein festes, aromatisches Fruchtfleisch macht ihn besonders beliebt für Suppen und Pürees.

Ghost Rider – Glatt, leuchtend orange und Halloween-tauglich. Essbar, aber vor allem der König der geschnitzten Laternen.

 

 

Wissenshunger

Saison

Die Kürbissaison reicht – je nach Sorte – von Juli bis Dezember. Sie beginnt meist mit dem Hokkaido und endet mit den Winterkürbissen wie Muskatkürbis oder Bischofsmütze.

Power
Kürbisse sind nicht nur hübsch anzusehen. Das leckere Fruchtgemüse ist auch gesund, kalorienarm und steckt dabei voller wichtiger Vitamine und Nährstoffe, die einen wohlbehalten durch Herbst und Winter bringen. Sie liefern Beta-Karotin, Kalium, Kalzium, Eisen, Zink, Selen, Magnesium und sättigende Ballaststoffe. Besonders viele wertvolle Stoffe stecken gerade in den Kürbiskernen oder dem daraus gewonnenen Kürbiskernöl.

Einkauf
Von außen lässt sich der Reifegrad eines Kürbisses oft schwer erkennen. Beim Einkauf sollte man daher zu unversehrten Exemplaren mit Stiel greifen. Die Schale – mit Ausnahme grüner Sorten – sollte gelb bis orangerot und frei von grünen Stellen sein. Der Stiel darf trocken, holzig und bräunlich sein.
Tipp: Klopft man leicht auf die Schale und klingt sie hohl, ist der Kürbis reif.

Lagerung
Egal für welche Sorte man sich entscheidet – gute Haltbarkeit ist fast immer garantiert. Wintersorten lassen sich an einem kühlen, trockenen Ort oft mehrere Monate lagern. Bereits angeschnittener Kürbis hält sich, in Folie gewickelt, einige Tage im Kühlschrank.
Tipp: Kürbis lässt sich hervorragend einfrieren – roh oder gegart. Dazu schälen, entkernen, in Würfel schneiden und portionsweise einfrieren.

Tipps für Küche und Kühlschrank

  • Schale dran oder ab? Hokkaido darf mit, andere Sorten wollen lieber geschält werden.
  • Roh oder gekocht? Geraspelt peppt Kürbis Salate auf, im Ofen gebacken sorgt er für samtige Süße.
  • Lagerkünstler: Muskat, Butternut & Co. halten sich bei kühler Lagerung oft monatelang.
  • Aufgeschnitten? Ab in den Kühlschrank und bald genießen. Kürbis ist zwar kein Diven-Gemüse, aber durchaus empfindlich.

Rezept-Tipp: Ofenkürbis auf Feta-Creme

Herbstgenuss aus dem Ofen: Aromatischer Hokkaido-Kürbis trifft auf cremigen Feta – ein einfaches, vegetarisches Gericht, das Wärme und Frische perfekt verbindet.

Einfach / vegetarisch / Zubereitungszeit: etwa 30 Min.

Zubereitung:

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