Ein halbes Jahrhundert Apfelliebe

50 Jahre Apfelkabinett: Apfel- und Blütenhoheiten bringen heimische Äpfel ins Bundeskanzleramt. Mit Apfel-Fakten, Rezept-Tipp und Gewinnspiel.

Wenn Äpfel im Bundeskanzleramt das Regiment übernehmen, ist wieder Apfelkabinett! Und in diesem Jahr gab es einen ganz besonderen Grund zum Feiern: Seit mittlerweile 50 Jahren bringen Apfel- und Blütenhoheiten aus Deutschlands Anbaugebieten die neue Ernte nach Berlin.

Auch zum runden Geburtstag durfte natürlich eines nicht fehlen: jede Menge knackige Äpfel. Rund 300 Kilogramm heimische Früchte hatten die Hoheiten im Gepäck – darunter beliebte Sorten wie Elstar, Gala, Red Jonaprince, Roter Boskoop, Red Prince und Holsteiner Cox.

Ein Jubiläum, das zeigt: Der Apfel gehört zu Deutschland wie kaum ein anderes Obst. Und seine Erfolgsgeschichte ist noch lange nicht zu Ende.

v.l. Alexander Dobrindt (Bundesminister des Inneren), Karin Prien (Bundesministerin für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend), Dorothee Bär (Bundesministerin für Forschung, Technologie und Raumfahrt), Dr. Stefanie Hubig (Bundesministerin der Justiz und für Verbraucherschutz), Jochen Westermann (Präsident des DRV), Alida Kühne (Blütenkönigin von Sachsen und Sachsen-Anhalt), Anna Maria Steffelin (Apfelhoheiten-Kandidatin von Obst vom Bodensee), Antonia Augenstein (Meckenheimer Blütenkönigin), Alois Rainer (Landwirtschaftsminister), Friedrich Merz (Bundeskanzler), Verena Hubert (Bundesministerin für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen), Sarah van Afferden (Apfelkönigin von Tönnisvorst), Nils Schmid (Mitglied des Deutschen Bundestages), Emelie Franziska Lanz (Apfelhoheiten-Kandidatin von Obst vom Bodensee), Anna Faby (Blütenkönigin aus dem Alten Land), Alexander Schweitzer (Bundesminister für Arbeit und Soziales), Dr. Christian Weseloh (Geschäftsführer BVEO und Vorstand DRV) (c) André Wagenzik

50 Jahre voller Kernkompetenz

Alles begann 1976. Seitdem ist das von der Bundesvereinigung der Erzeugerorganisationen Obst und Gemüse e. V. (BVEO) initiierte Apfelkabinett eine feste Größe im Kalender der deutschen Apfelbranche.

Die Idee dahinter? Heimischen Äpfeln und den Menschen, die sie anbauen, eine Bühne geben. Denn hinter jedem knackigen Apfel stecken viel Erfahrung, jede Menge Arbeit und die Leidenschaft der Erzeugerinnen und Erzeuger.

Und genau darum geht es beim Apfelkabinett bis heute: um die Vielfalt des heimischen Obstbaus, seine regionale Bedeutung und natürlich um den Genuss.

Oder, wie es Dr. Christian Weseloh, Geschäftsführer der BVEO, zum Jubiläum auf den Punkt bringt:

„50 Jahre Apfelkabinett zeigen, wie fest der Apfel zu Deutschland gehört. Er ist unkompliziert, vielseitig, gesund und schmeckt eigentlich immer – ob direkt aus der Hand, im Kuchen, im Salat oder herzhaft kombiniert. Gleichzeitig steht jeder heimische Apfel für die Arbeit unserer Erzeugerinnen und Erzeuger in den Regionen.“

 

Deutschland hat den Apfel raus

Süß oder säuerlich? Knackig oder saftig? Rot, grün oder gelb? Beim Apfel hat fast jeder seinen ganz persönlichen Favoriten. Gut, dass die heimische Sortenvielfalt für jeden Geschmack etwas bereithält.

Ein paar Sorten liegen bei den Deutschen allerdings besonders hoch im Kurs. 2025 führte einmal mehr der Elstar die Beliebtheitsskala an. Dahinter folgten Braeburn und Gala/Royal Gala.

Die drei beliebtesten Apfelsorten 2025:

Quelle: AMI auf Basis des YouGov Consumer Panel Germany

Doch das ist natürlich längst nicht alles. Von bewährten Klassikern bis zu neueren Züchtungen bietet der heimische Apfelanbau eine bunte Auswahl, die zum Probieren einlädt.

Von Nord bis Süd auf den Apfel gekommen

Heimische Äpfel haben viele Herkunftsorte. Sie wachsen im Alten Land an der Niederelbe ebenso wie am Bodensee, in Nordrhein-Westfalen, Mecklenburg-Vorpommern oder Sachsen.

Wie bedeutend der deutsche Apfelanbau ist, zeigen auch die Zahlen: 2025 wurden hierzulande auf rund 32.691 Hektar Anbaufläche etwa 1,02 Millionen Tonnen Äpfel geerntet.

Jede Region bringt dabei ihre eigenen Besonderheiten mit. Unterschiedliche Böden, klimatische Bedingungen und Anbautraditionen sorgen dafür, dass der Apfel alles andere als langweilig ist.

Und noch etwas spricht für Äpfel aus heimischem Anbau: kurze Wege. Denn wenn Obstplantage, Lager und Handel nicht weit voneinander entfernt liegen, können die Früchte auf vergleichsweise kurzem Weg im Einkaufskorb landen.

Wer beim Einkauf auf deutsche Äpfel setzt, unterstützt außerdem die Erzeugerbetriebe in den heimischen Anbaugebieten.

Hoheiten mit Apfel im Herzen

Beim Apfelkabinett stehen nicht nur die Früchte im Rampenlicht, sondern auch die Menschen und Regionen dahinter.

Zum 50. Jubiläum reisten deshalb wieder Apfel- und Blütenhoheiten aus verschiedenen Teilen Deutschlands nach Berlin.

Mit dabei waren Anna Faby, Blütenkönigin aus dem Alten Land an der Niederelbe, Anna Maria Steffelin und Emelie Franziska Lanz als Kandidatinnen für das Amt der Bodensee-Apfelkönigin und -prinzessin, Antonia Augenstein, Meckenheimer Blütenkönigin, Alida Kühne, Blütenkönigin von Sachsen und Sachsen-Anhalt, sowie Sarah van Afferden, Apfelkönigin von Tönnisvorst in Nordrhein-Westfalen.

Sie alle verbindet die Begeisterung für den heimischen Apfel – und das Anliegen, seine Vielfalt und Herkunft sichtbar zu machen.

50 Jahre und noch immer knackig!

Manche Dinge werden einfach nie langweilig. Der Apfel gehört definitiv dazu!

Ob direkt aus der Hand, klein geschnitten in der Brotdose, als fruchtiges Extra im Salat oder frisch aus dem Ofen: Kaum ein Obst ist so vielseitig.

Und weil zu einem runden Geburtstag auch etwas Süßes gehört, gibt es zum Jubiläum einen Rezept-Tipp, der perfekt in den Herbst passt: Apple Pie mit Kardamom.

Saftige Äpfel, eine feine Würznote und eine knusprige Teigdecke machen den Klassiker zu einem besonderen Genuss.

Auf die nächsten 50 Jahre!

Seit einem halben Jahrhundert zeigt das Apfelkabinett, wie viel Genuss, Vielfalt und regionale Verbundenheit in heimischen Äpfeln stecken.

Und das Beste daran: Apfelliebe braucht keinen besonderen Anlass. Ob süß oder säuerlich, pur oder gebacken – heimische Äpfel schmecken schließlich das ganze Jahr über.